Donnerstag, 29. November 2012

Rezension: Skulduggery Pleasant 1. Der Gentleman mit der Feuerhand (Derek Landy)

Loewe
Taschenbuch, 352 Seiten
ISBN: 978-3-7855-7268-9
9,95 € 

Ein kurzer Einblick

Eine Kleinigkeit wie der Tod wird ihn nicht aufhalten!
Er ist kein gewöhnlicher Detektiv.
Er ist Zauberer und Meister der kleinen schmutzigen Tricks, und wenn die Umstände es erfordern, nimmt er es mit dem Gesetz nicht so genau.
Er ist ein echter Gentleman.
Und ... er ist ein Skelett.
Als Stephanie Skulduggery Pleasant das erste Mal sieht, ahnt sie noch nicht, dass sie ausgerechnet mit ihm eines ihrer größten Abenteuer erleben wird. Denn um den mysteriösen Tod ihres Onkels aufzuklären, muss sie Skulduggery in eine Welt voller Magie begleiten – eine Welt, in der mächtige Zauberer gegeneinander kämpfen, Legenden plötzlich zum Leben erwachen und in der das Böse schon auf Stephanie wartet ...

Bewertung

Auf dem Jugendbuchmarkt findet man allerhand groteske Geschichten. Als ich vor dem Cover des Romans stand, wusste ich erst einmal nicht, was ich davon halten sollte. Ein Skelett in einem schicken Anzug mit einem Feuerball in den Händen lächelte mir entgegen. Können Skelette etwas anderes als Lächeln? Auf jeden Fall habe ich den Roman mitgenommen und ihn fast an einem Tag verschlungen. Die Geschichte um den Detektiv Skulduggery Pleasant, dem der Schädel geklaut wurde und die Jugendliche Stephanie entwickelt sich rasant und macht einfach nur Spaß zu Lesen.
Stephanie und Skulduggery treffen bei der Testamentsverlesung ihres Onkels das erste Mal aufeinander. Ab da kreuzen sich ihre Wege ein weiteres Mal und Skulduggery muss Stephanie gleich aus einer brenzligen Situation retten. Stephanie gehen die Augen auf, dass es noch eine weitere Welt neben ihrer gibt und fortan wird sie nach und nach in diese Welt hineingezogen um ein Geheimnis zu lüften, dass ihr Onkel ihr hinterlassen hat.
Der Roman ist sehr gut aufgebaut. Es geht nicht Knall auf Fall zu, aber trotzdem entwickelt sich die Geschichte rasant.
Gefangen genommen haben mich die verschiedenen Charaktere des Romans. Keiner gleicht einem anderen und alle sind für eine Überraschung gut. Beryl und Fergus, Stephanies Tante und Onkel, bedienen das Klischee der schrecklichen, habgierigen Verwandtschaft. Landy hat sie aber so genial beschrieben, dass man beim lesen einfach in sich hineingrinsen muss, wenn die beiden ihren Auftritt haben.
China Sorrow ist so mystisch wie ihr Name und in Grässlich Schneider steckt mehr drin als der Name vermuten lässt. Um Namen geht es auch in diesem Roman, denn Namen haben eine Macht auf ihren Träger. So wechselt Stephanie auch ihren Namen und ist dann unter einem anderen in der Magiewelt bekannt.
Besonders gut gefallen hat mir auch noch Tanith Low gefallen. Eine toughe Kriegerin.
Obwohl Skulduggery ein Skelett ist, das keine Gesichtsmimik hat, wird er dennoch sehr menschlich dargestellt. Das mag auch daran liegen, dass man viel über ihn und seinen Hintergrundgeschichte erfährt und daran, dass Skulduggery immer einen Witz auf seinen nicht vorhandenen Lippen hat. Skulduggery und Stephanie sind einfach Charaktere, die man ins Herz schließt.
Das einzige was mich ein bisschen stört ist die Altersempfehlung des Verlags. Die Kampfszenen sind teilweise doch etwas heftig und manche 12-jährigen dürften sie etwas schwer im Magen liegen. Meiner Meinung wäre 14 eine bessere Altersempfehlung gewesen.
Fazit

Eine überaus wahnwitzige Geschichte mit überaus wahnwitzigen Figuren. Den Roman zu lesen macht einfach nur Spaß.

5 von 5 Punkten

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