Mittwoch, 28. November 2012

Rezension: Numbers 2. Den Tod vor Augen (Rachel Ward)

Chicken House
Klappenbroschur, 432 Seiten
ISBN: 978-3-551-52016-6
14,95 €


Ein kurzer Einblick

01.01.2028 - An diesem Tag werden tausende von Menschen sterben Der Jugendliche Adam weiß das ganz genau, denn er sieht die Todesdaten in den Augen der anderen Menschen. Schon seine Mutter hatte diese schreckliche Gabe. Adam muss eine Entscheidung treffen, damit er das Schlimmste verhindern kann. Er muss sich mit dem Schicksal anlegen...

Bewertung

Wie ist wohl das Gefühl, wenn man in die Augen des Gegenübers blickt und dort dessen Todesdatum einem entgegenspringt? Mit welcher Last muss dieser Mensch wohl leben? Genau wie seine Mutter kann Adam in den Augen der Menschen ihr Todesdatum lesen. Als Kind, als er noch nicht wusste, was diese Zahlen bedeuten, hat er seiner Mutter ihr Datum mitgeteilt. Mittlerweile sind die Jahre ins Land gezogen, Adams Mutter tot und er musste mit seiner Oma zurück nach London ziehen. In der Schule hat er eine merkwürdige Begegnung mit Sarah, der zweiten Hauptprotagonistin dieses Buches. Auch Sarah hat ein Geheimnis, denn sie hat Visionen, in denen auch Adam vorkommt, und er macht ihr schreckliche Angst. 
Von der Grundidee hätte dies ein durchaus spannendes Buch sein können, was es auf der einen Seite auch ist. Auf der anderen Seite scheint man das Gefühl zu haben, dass man schon großartig alles weiß und die Geschichte mehr oder minder vor sich her plätschert. Es baut sich zwar Spannung auf, aber leider schafft es die Autorin nicht, den Leser mitzureißen. Auch schleicht sich mal der ein oder andere Handlungsstrang ein, der aus meiner Sicht nicht nötig gewesen wäre und das Buch nur gewollt in die Länge zieht. 
Ein anderer Punkt, der mir auch nicht so gut gefallen hat, war der sprachliche Ausdruck der Protagonisten. Ziemlich viele Kraftausdrücke werden gebraucht, die nicht hätten sein müssen und die sich im Endeffekt negativ und störend auf das Buch auswirken.
Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Sarah und Adam geschrieben. Der Perspektivwechsel ist dabei ganz spannend und zeigt einem gut die Gefühle und Gedanken der Protagonisten. 
Das Ende ist offen und lässt vermuten, dass es vielleicht noch einen Teil geben wird. Durch die Visionen von Sarah vermutet man auch schon, wie der Roman ausgeht. Trotzdem hält das Ende noch eine Überraschung parat, die in meinen Gedankenspielen während des Lesens nicht vorgekommen ist.

Fazit

Der Roman hält nicht das, was ich von ihm erwartet habe. Der Handlungsstrang hätte spannender gestaltet werden können, Potential hätte die Geschichte auf jeden Fall gehabt. Ein nettes Buch für zwischendurch, aber nichts, was einem in Erinnerung bleibt.

2 von 5 Punkten

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