Mittwoch, 28. November 2012

Rezension: Isla Schwanenmädchen (Lucy Christopher)

Chicken House
Gebunden, 336 Seiten
ISBN: 978-3-551-52017-3
12,95 €

Ein kurzer Einblick

Isla wartet jedes Jahr mit ihrem Vater auf die Schwäne. Ihr Vater sagt, dass sie Wundervolles ankündigen. Aber dieses Jahr ist für Isla gar nichts wundervoll, da ihr Vater ins Krankenhaus kommt. Und ein einzelner Schwan bleibt auf dem See zurück. Isla hofft, wenn der Schwan wieder fliegt, wird es auch ihrem Vater besser gehen.

Bewertung

„Isla Schwanenmädchen“ gehört definitiv zu den Büchern, die einen ohne große Spannung fesseln können, einfach weil die Geschichte darin so schön geschrieben ist und man als Leser merkt, dass ganz viel Herz darin steckt.
Isla und ihr Vater lieben es die Singschwäne zu beobachten, die jedes Jahr wiederkommen. Nach einem schrecklichen Umfall, während dem die Schwäne in die Drähte von Strommasten fliegen, merkt Isla, dass mit ihrem Vater etwas nicht stimmt. Im Laufe der Geschichte steht es immer schlechter um Islas Vater und er kommt ins Krankenhaus. Dort stellt Isla verwundert fest, dass sich ein Schwanenweibchen aus der Gruppe, die in die Drähte geflogen ist, an einem nahen See niedergelassen hat. Für ihren Vater geht sie an den See zu dem Weibchen und stellt dort merkwürdiges fest.
Im Krankenhaus trifft sie auch auf Harry, einen Jungen der auf der Kinderkrebsstation liegt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Freundschaft und bald ist Harry auch von Schwänen begeistert.
Der Roman vermag einen mit ruhigen Worten in seinen Bann zu ziehen. Christopher schafft es gut, Islas Welt und ihre Schwanenliebe aufzuzeigen, so dass man nach der Lektüre etwas genauer hinsieht, wenn man einem Schwan begegnet. Auch die Beziehungen der einzelnen Familienmitglieder untereinander werden gut dargestellt. Isla hat keine Bilderbuchfamilie und das führt dazu, dass der Roman authentisch wirkt und der Leser sich gut mit der Familie identifizieren kann.
Isla muss manche Rückschläge einstecken und auch die Krankheit von Harry und ihrem Vater lastet schwer auf ihr. Dadurch kommt eine gewisse Spannung im Roman auf und zwingt einen fast dazu, dass Buch in einem Rutsch durch zu lesen. Wer es nicht in einem Rutsch schafft, der kann ab und an mal nebenbei schnell ein Kapitel lesen, denn der Roman zeichnet sich durch kurze, gut zu lesende Kapitel aus.

Fazit

Isla Schwanenmädchen ist kein herausragendes Jugendbuch, eher kann man es mit einer Perle in einer Muschel vergleichen. Wenn man es erst einmal für sich entdeckt hat, hält man ein kleines Juwel in den Händen.

4 von 5 Punkten

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