Freitag, 30. November 2012

Rezension: In deinen Augen (Maggie Stiefvater)

Script5
Hardcover, 496 Seiten
ISBN: 978-3-8390-0126-4
18,90 €


Ein kurzer Einblick

Sam ist nun vollkommen ein Mensch, ganz im Gegensatz zu Grace, die nun als Wolf im Wald lebt. Je wärmer es wird, desto sehnsüchtiger wartet Sam darauf, dass Grace sich wieder verwandelt. Doch diese Freude wird dadurch gestört, dass nach dem Tod eines Mädchens eine Jagd auf die Wölfe angesetzt wird. Nun müssen sich Sam und Grace darum kümmern, die Wölfe zu retten…

Bewertung

Mit „In deinen Augen“ bringt Maggie Stiefvater ihre Trilogie rund um die Wölfe von Mercy Falls zum Abschluss. Sie schafft hier ein solides Ende und verpasst damit leider die Chance, die Reihe mit einem krönenden Schluss zu beenden.
Wie bereits im zweiten Band wird die Geschichte auch dieses Mal wieder von Cole und Isabel neben Grace und Sam erzählt, was der Erzählung im Vergleich zum ersten Band, in dem nur Grace´ und Sams Erlebnisse geschildert wurden, wieder unterhaltsamer und facettenreicher macht. Neben der Liebesgeschichte um Grace und Sam sowie deren Verantwortungsgefühl für die Wölfe, erfährt man so auch einiges über die Beziehung von Cole und Isabel, die sich im dritten Teil weiterentwickelt.
Grace ist nun ein Wolf. Allerdings hat dies auf ihr Verhältnis zu Sam keine großen Auswirkungen. Mussten sie im Vorfeld mit Sams Wolfsdasein leben, ist es nun Grace, die sich immer wieder verwandelt. So plätschert ihre Liebesgeschichte weiter so vor sich hin, ohne große Spannung. Interessanter sind bei ihren Erzählungen dagegen ihre Überlegungen, wie sie die Wölfe von den Jägern retten können. Hierbei muss sich Sam mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen und einiges hinterfragen, so dass einige Spannung aufgebaut wird. Doch auch hier gibt es ab und zu etwas viele Zufälle, die die Handlung wenig nachvollziehbar erscheinen lassen.
Während Grace und Sam nach einer Lösung suchen, die Wölfe umzusiedeln, versucht Cole parallel wissenschaftlich hinter das Geheimnis der Wölfe zu kommen. Die Überlegungen, die er bereits im zweiten Band begonnen hat, setzt er nun weiter fort und führt auch einige Test durch. Allerdings wird dies hauptsächlich am Rande erwähnt und so wird der Leser, der Interesse an einer wissenschaftlichen Lösung des Wolfphänomenens hat, leider immer wieder enttäuscht.
Spannend ist vor allem die Beziehung von Cole und Isabel zueinander. Die beiden lernen sich immer besser kennen und verstehen, doch dauert es auch bei ihnen eine Weile, bis spannendes passiert. Leider geht ihre Beziehung zueinander jedoch nicht so tief, wie man sich es gewünscht hätte und so bleibt der Leser doch am Ende des Romans etwas enttäuscht zurück. Insgesamt ist am Ende noch einiges offen, so dass durchaus noch Potential für weitere Teile bestehen würde.

Fazit

Maggie Stiefvater bringt ihre Trilogie um die Wölfe von Mercy Falls solide zu Ende. Leider werden die verschiedenen Beziehungen der Hauptdarsteller dabei nicht so sehr vertieft, wie man es sich gewünscht hätte und auch die wissenschaftliche Erklärung des Wolfphänomenens kommt viel zu kurz. Zwar findet der Leser vieles, was ihm bis zum Ende voller Spannung weiterlesen lässt, doch bleibt er am Ende etwas enttäuscht zurück.

3,5 von 5 Punkten

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