Freitag, 30. November 2012

Rezension: Harry Potter und der Halbblutprinz

Carlsen Verlag
Gebundene Ausgabe/ Taschenbuch
656 Seiten
ISBN: 978-3-551-56666-9/ 978-3-551-55566-3
22,90 €/ 12,95 €


Ein kurzer Einblick

Nun weiß alle Welt, dass Voldemord zurückgekehrt ist und Harry muss sich auf einen Kampf gegen ihn vorbereiten. Um dafür möglichst viel von Voldemord zu wissen, nimmt Dumbledore ihn mit auf Reisen, auf denen sie Voldemords Leben erforschen. Doch Harry wird auch das Zaubertrankbuch des Halbblutprinzen in die Hände gespielt, das ihm viele Male nützlich ist, wo dass er herausfinden will, wer sich unter dem Halbblutprinzen verbirgt…

Bewertung

Das Kindesalter hat Harry Potter nun allemal überschritten. Er sieht sich immer mehr dem Kampf gegen Lord Voldemord gegenüber und muss sich darauf vorbereiten. Um dafür gut vorbereitet zu sein, nimmt Dumbledore ihn mit auf Reisen in Voldemords Leben. So erfährt der Leser ihn diesem Band einiges mehr über Voldemord und versteht dadurch vielleicht auch besser, warum er zu dem dunkelsten Zauberer aller Zeiten geworden ist. Diese Einblicke in Voldemords Leben und auch andere Geschehnisse des Buches sind nun aber auf keinen Fall mehr für Kinder geeignet, sondern eher für Leser ab dem jugendlichen Alter. Diese können im Buch gemeinsam mit Harry rätseln, warum Dumbledore ihm diese Einblicke in Voldemords Leben zeigt und mit diesen Hinweisen darüber grübeln, wie es möglich war, dass Voldemord bei dem Versuch Harry als Baby zu töten nicht gestorben ist.
Zudem ist Harry Draco auf der Spur, der irgendwas Geheimes in der Schule zu treiben scheint. Diese beiden Handlungsstränge durchziehen das gesamte Buch mit Spannung und laden zum Rätseln ein. Aber der Leser grübelt auch die gesamte Zeit mit Harry darüber, wer sich nun hinter dem Halbblutprinzen verbirgt. Allerdings ist der Halbblutprinz an sich für die Handlung keine so wichtige Person und wäre zum Verständnis des Buches bzw. zum Fortführen der Handlung auch nicht notwendig gewesen. Daher fragt man sich zeitweilig schon, warum das Buch gerade nach der Person einer Nebenhandlung benannt wurde.
Eine nette Abwechslung gibt es dadurch, dass Harry und seine Freunde nun immer mehr ins Teenager-Alter kommen und dadurch auch immer mehr ins Gefühlschaos geraten. So ist dieser Band vielleicht auch zugleich der romantischste, der viele Dinge, die sich über die vorherigen Bände schon angedeutet haben, immer weiter voranführt, so dass sie im letzten Band zu einem Finale kommen können. Die Liebeleien der Schüler sorgen auch für einige Lacher im Buch, auch wenn zum Teil nicht nachvollziehbar ist, wie sich Harry und seine Freunde im Angesicht der großen Gefahr durch Lord Voldemord bzw. obwohl sie eigentlich wichtige Dinge über Draco herausfinden müssten, solchen Dingen widmen können. Doch vielleicht zeigt dies auch gerade, wie die erste große Liebe alles vergessen lassen kann. Interessant ist auch eine kleine Nebenhandlung, in der man etwas über die Verbindung von der Zauberwelt und der realen Welt erfährt.
Alles in Allem also ein witziger, spannender Teil, bei dem die ein oder andere Sache schwer nachvollziehbar ist.

4 von 5 Punkten

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