Freitag, 30. November 2012

Rezension: Harry Potter und der Orden des Phönix (Joanne K. Rowling)

Carlsen Verlag
Gebundene Ausgabe/ Taschenbuch
1024 Seiten
ISBN: 978-3-551-55555-7/ 978-3-551-35405-1
28,90 €/ 11,90 €

Ein kurzer Einblick

Nun wird alles anders. Lord Voldemort ist zurück. Doch Harry muss die Ferien trotzdem bei den Dursleys verbringen und auch Ron und Hermine sind ihm keine gute Informationsquelle. Doch etwas Hoffnung erfährt er vor Beginn des Schuljahrs durch den Orden des Phönix´. Diese gute Stimmung wird jedoch schon bald durch seine neue Lehrerin Dolores Umbridge getrübt…

Bewertung

Nicht nur die Verfilmungen der Harry Potter-Bücher werden immer düsterer, auch in den Büchern ist die düstere Stimmung nun vorherrschend. Die Rückkehr Lord Voldemorts führt dazu, dass Harry einige Zeit im finsteren Grimmauldplatz 12, dem Haus, in dem Sirius Blacks dunkle Familie einst gelebt hat, verbringen muss. Auch die Träume, die Harry regelmäßig verfolgen, führen ihn in finstere Gegenden. Und auch Hagrids und Dumbledores Verhalten ist anfangs sehr mysteriös.
Doch daneben ist der fünfte Band auch dadurch geprägt, dass Harry und seine Freunde nun langsam erwachsen werden. Teenager-Sorgen spielen nun eine Rolle und schaffen neben den ernsten Themen, die die Rückkehr von Lord Voldemort betreffen, auch komische Episoden. Auch wird Harrys Beziehung zu dem Erwachsenen, der ihm wohl am nächsten steht, nämlich sein Pate Sirius Black, im Buch zum ersten Mal umfangreicher ausgeführt und es wird deutlich, wie wichtig Sirius für Harry ist und was die beiden verbindet. Generell wird in diesem Band viel deutlicher, wie Harry langsam erwachsen wird und seine Persönlichkeit herausbildet.
Da Voldemort zunächst nicht in der Öffentlichkeit auftritt, ist das Buch zudem durch ein angespanntes Verhältnis zwischen dem Ministerium, das Voldemorts Rückkehr nicht einsehen will, und Harry und Dumbledore, die Voldemorts Rückkehr offen verkünden, bestimmt. In diesem Zusammenhang werden dann auch Ministeriumstreue, wie Dolores Umbridge, in Hogwarts eingesetzt. Das Auftreten der neuen Lehrerin ist allerdings ziemlich nervig. Mit der Zeit geht die strenge und uneinsichtige Lehrerin dem Leser stark auf die Nerven und man wünscht sich nicht allzu viel mehr von ihr lesen zu müssen, wovon man allerdings nicht verschont bleibt. Aber auch über andere Personen kann der Leser nur den Kopf schütteln, wenn sie sich trotz eindeutiger Anzeichen immer weiter dagegen verwehren zu glauben, dass Lord Voldemort zurückgekehrt ist.
Das Intervenieren des Ministeriums in Hogwarts führt schließlich dazu, dass Harry und seine Freunde sich zu seiner eigenen Kampfgruppe zusammenschließen. Damit wird zum ersten Mal auch der offene Kampf gegen die dunkle Magie immer wichtiger und somit wird auch die gewollte Anwendung von Gewalt vermehrt thematisiert. Schließlich gibt es im Buch zum ersten Mal eine große Kampfszene, die wiederum die Düsterheit des Buches erweitert. Dies alles führt dazu, dass deutlich wird, dass die späteren Bände eher für Jugendliche geeignet sind, als für Kinder.
Die Geschehnisse rund um die Situation mit der neuen Lehrerin machen schon einen Großteil des Buches aus, bei dem man eigentlich die gesamte Zeit über gespannt darauf wartet, wohin Lord Voldemorts Rückkehr nun führen wird. Doch bis in dieser Sache etwas passiert, muss man viele Seiten über die nervige Lehrerin ertragen und bekommt Geschichten über bestimmte Schüler oder Lehrer erzählt, die es zum Teil schwer machen die Spannung zu halten und nicht in Resignation zu verfallen.

3,5 von 5 Punkten

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