Dienstag, 13. November 2012

Rezension: Ewilan 2. Das ewige Eis ( Pierre Bottero)

Herder
Gebunden, 304 Seiten
ISBN: 978-3-451-70940-1
15,95 €

Ein kurzer Einblick

Ewilan kehrt mit Salim in die Parallelwelt von Gwendalavir zurück, um dort die Friedenshüter zu befreien. Diese werden von dunklen Mächten gefangen gehalten, weil sie die einzigen sind, die eine Machtübernahme in Gwendalavir verhindern könnten. Bei dem Versuch, den Vormarsch der dunklen Mächte zu stoppen, gerät Ewilan mit ihren Gefährten in große Gefahr und nicht immer sieht es so aus, als ob die zusammengewürfelte Truppe überleben wird.


Bewertung

Camille ist wieder nach Gwendalavir zurückgekehrt. Sie konnte ihren Bruder nicht überreden zu kommen und nun liegt es an ihr, die versteinerten Reichshüter zu befreien. Zum Glück ist Camille nicht alleine auf ihrer Reise. Begleitet wird sie von ihrem guten Freund Salim und von einer mehr oder weniger unterschiedlichen Gruppe aus Helden.
Der zweite Teil von Ewilan ist eine richtige Heldenreise. Die Gruppe muss eine lange Strecke zurücklegen, die voller Gefahren ist. Neu bei der Gruppe ist Artis Valpierre, ein junger Mönch. Zudem finden sie auf ihrem beschwerlichen Weg noch einen Weggefährten. Mit dieser Gruppe zu reisen, macht richtig Spaß. Viele unterschiedliche Charaktere und Fähigkeiten führen den Leser durch die Geschichte. Dazu gibt es noch viele Bösewichte, die an der Strecke lauern, wie z.B. die blutrünstigen Keilerkrieger oder die Hollerhexen.
Sehr nett sind auch die Landschaftsbeschreibungen. Gerade die Städte haben es mir angetan und durch die gute Beschreibung sieht man sie fast vor sich.
Charakterlich hat sich meiner Meinung nach Salim am weitesten entwickelt. Er ist immer noch ein Junge, der noch lernen muss erst nachzudenken und dann zu reden, aber er ist eine Verpflichtung eingegangen, die für ihn eine große Bedeutung hat.
In diesem zweiten Band merkt man auch bei Camille/Ewilan eine Veränderung. Durch einige Prüfungen in der Hauptstadt wird dem Leser bewusst, wie groß Camilles Kräfte eigentlich sind und was sie damit alles bewirken könnte.
Kritische Themen werden auch angesprochen, so gibt es zum Beispiel eine Diskussion um Geld und Stand und um das, was sich ein Mensch in seinem Leben selbst verarbeiten kann. Pierre Bottero hat dies gut in die Geschichte eingeflochten, so dass es nicht fehl am Platz wirkt und zum Denken anregt.
Da in diesem Buch viele fremdartige Namen und Dinge vorkommen, befindet sich am Ende ein Glossar, in dem man alles wichtige noch einmal nachlesen kann.

Fazit

Der zweite Band der Ewilan-Reihe hat mich mehr begeistert als der Erste. Die Reise mit den Helden macht Spaß und durch die vielen Unterschiede der Helden und die vielen verschiedenen Gefahren, die drohen, ist es eine bunte Mischung aus Spannung, Freundschaft und auch Gefühlen, die den Leser erwarten.

4,5 von 5 Punkten

 

Wir danken dem Verlag Herder für das bereitgestellte Rezensionsexemplar

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