Dienstag, 27. November 2012

Rezension: Der Kuss des Anubis (Brigitte Riebe)

cbj 
Hardcover, 416 Seiten 
ISBN: 978-3-570-13679-9 
15,95 €

Ein kurzer Einblick

Die 15-jährige Miu, Tochter eines einflussreichen Balsamierers, glaubt ihren Ohren nicht zu trauen: Was sie da zufällig in einer Gaststätte belauscht, klingt wie ein Mordplan am Pharao, am goldenen Prinzen Tutanchamun! Doch weder weiß sie, wann die ungeheure Tat geschehen soll, noch wer dahinter steckt. Niemand will Miu glauben, und nur mit List gelingt es ihr, bei Hofe vorgelassen zu werden. Die Begegnung mit dem jungen Pharao verwirrt Miu nur noch mehr, denn beide empfinden spontan Gefühle füreinander. Darf man sich in einen Pharao verlieben? Miu bleibt keine Zeit, darüber nachzudenken, denn bald schon erweist sich, dass tatsächlich Mörder am Hof ihr Unwesen treiben – und dass Mius eigene Familie tiefer in die Verschwörung verstrickt ist, als sie ahnen konnte.



Bewertung

Wer etwas mehr über Ägypten erfahren möchte, aber keine schwere Kost wünscht, kann mit diesem Buch einsteigen. Brigitte Riebe erzählt hier die Geschichte Mius, die in der Regentschaft von König Tutanchamun und seiner Gemahlin Anchesenamum lebte. Miu ist die Tochter eines geachteten Balsamierers und lernt den jungen Pharao schon als Kind kennen. Dieses wird ihr aber erst wieder bewusst, als sie ihn nach Jahren wiedersieht. Als sie in einer Taverne ein Gespräch mit anhört, in dem die Wörter "Der Falke muss zum Himmel fliegen" vorkommen, weiß sie, dass ein Attentat auf den Pharao geplant ist, und so beginnt eine abenteuerliche und verwirrende Zeit für Miu.
Lassen sich die ersten Seiten ein bisschen schleppend lesen, so kommt das Buch danach richtig in Fahrt. Mit jeder Seite wird der Roman ein bisschen komplexer und es entwickeln sich die unterschiedlichsten Verbindungen und Verschwörungen heraus. Eine besonders schillernde und charismatische Person ist der Pharao Tutanchamun. Riebe hat es wunderbar geschafft den Pharao und den jungen Mann aufzuzeigen. Zornig, majestätisch und liebevoll sind alles Begriffe, die auf diesen Charakter passen. Die Nebencharaktere wirken teilweise etwas blass, da über sie nicht viel verraten wird. Schade ist auch, dass hier zu schnell verraten wird, wer die Bösen in diesem Buch sind. Einzig Eje wirkt ein bisschen undurchsichtig und man erkennt erst im fortgeschrittenen Lesestadium welche Rolle er spielt.

Fazit

Im Großen und Ganzen hat Brigitte Riebe einen ägyptischen Jugendroman geschrieben, der durchaus in seinen Bann zu ziehen vermag. Durch die Zeitleiste und das Glossar am Ende des Buches wird auch der Wissensdurst des Lesers gestillt und die ägyptische Geschichte wird ein Stück mehr lebendiger. Ein spannendes und lehrreiches Buch, das für Jugendliche ab 12 Jahren gut geeignet ist.

3,5 von 5 Punkte


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