Donnerstag, 29. November 2012

Rezension: Body Bank 1. Starters (Lissa Price)

Piper Verlag
Gebunden, 400 Seiten
ISBN: 9783492702638
15,99 €

Ein kurzer Einblick

Nach einer unvorstellbaren Katastrophe gibt es nur noch sehr alte und junge Menschen. Mittellos kämpfen die 16-jährige Callie und ihr kleiner Bruder auf der Straße ums Überleben. Callie entschließt sich daher zu dem Undenkbaren: Sie verleiht ihren Körper an einen alten Menschen, dessen Bewusstsein übernimmt ihren Körper und kann so wieder jung sein. Doch alles verläuft anders als geplant ...

Die Body Bank, ein mysteriöses wissenschaftliches Institut, bietet Callie eine einzigartige Möglichkeit, an Geld zu kommen: Sie lässt ihr Bewusstsein ausschalten, während eine reiche Mieterin die Kontrolle über ihren Körper übernimmt. Aber Callie erwacht früher als geplant, in einem fremden Leben. Sie bewohnt plötzlich eine teure Villa, verfügt über Luxus im Überfluss und verliebt sich in den jungen Blake. Doch bald findet sie heraus, dass ihr Körper nur zu einem Zweck gemietet wurde - um einen furchtbaren Plan zu verwirklichen, den Callie um jeden Preis verhindern muss ...

Bewertung

Lissa Price hat mit ihrem Debütroman ,„Starters“, eine Dystopie erschaffen, die unheimlich und faszinierend zugleich ist. Nach dem Sporenkrieg sind alle Menschen im mittleren Alter gestorben und nur die Jungen (Starters) und die Alten (Enders) haben überlebt. Wer von den Starters keine Großeltern mehr hat, landet auf der Straße oder in Heimen. Die anderen leben bei ihren, meist reichen, Großeltern. Die Lebenserwartung der Enders ist auf circa 200 Jahre gestiegen. Aber was soll man mit so einem alten Körper eigentlich machen? Hier kommt das dubiose Unternehmen Prime Destinations ins Spiel. Für ein immenses Honorar können dort Starters ihren Körper an Enders vermieten und mit dem Geld ein neues Leben anfangen.
Die Hauptprotagonistin Callie lebt auch auf der Straße. Seit dem Tod ihrer Eltern muss sie sich um ihren kleinen Bruder Tyler kümmern, der krank ist. Um Geld aufzutreiben geht sie zu Prime Destinations, aber bei ihrem letzten Auftrag hat ihre Mieterin mit ihrem Körper anderes vor, als Callie erwartet.
Der Roman ist von der ersten bis zur letzten Seite sehr spannend. Callie wird gut beschrieben und man fühlt sofort mit ihr. Die Sorge um ihren Bruder und den waghalsigen Schritt, zu Prime Destinations zu gehen, kann man nur zu gut verstehen.
Lissa Price hat den Roman absolut unvorhersehbar für den Leser geschrieben. Es gibt so viele plötzliche Wendungen, dass man immer wieder überrascht wird und die Spannung dadurch konstant hoch bleibt. Das Ende des Romans schreit nach einer Fortsetzung, die zum Glück noch für dieses Jahr angekündigt ist.
Auch mit Kritik hat die Autorin nicht gespart. Was würde wirklich passieren, wenn es nur noch junge und alte Menschen auf der Erde gibt? Wie würde sich das Gefüge dann verschieben? Price hat einige gesellschaftskritische Aspekte in ihrem Roman untergebracht, so dass es nicht nur eine dahinplätschernde Geschichte ist, sondern eine Geschichte, die zum Denken anregt.

Fazit

Wer Dystopien mag, der sollte unbedingt auch Starters lesen. Durch seine Nicht-Vorhersehbarkeit und das spannende Ende bleibt er einem im Gedächtnis und man wartet sehnsüchtig auf den zweiten Band.

4 von 5 Punkten


Wir danken dem Piper Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars

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