Mittwoch, 28. November 2012

Rezension: Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl (Stephenie Meyer)

Carlsen
Gebunden mit Schutzumschlag, 208 Seiten
ISBN: 978-3-551-58200-3
15,90 €

Ein kurzer Einblick

Im dritten Band der Bis(s) Reihe erschuf die Vampirin Victoria eine Armee aus neugeborenen Vampiren. Bree Tanner ist eine davon und in diesem Buch wird ihre Geschichte erzählt.


 
Bewertung

In diesem Biss-Buch wechselt Stephenie Meyer die Seiten. Diesmal sehen wir nicht die Welt aus Bellas Augen, sondern wir begleiten die neugeborene Vampirin Bree Tanner. Bree Erschaffung diente nur einen Zweck: Sie soll mit einer Armee aus 20 anderen Vampiren auf die Jagd gehen und die Cullens, und insbesondere Bella, töten. Zeitlich spielt die Geschichte parallel zu dem Buch "Bis(s) zum Abendrot." Das Ende ist also dem Leser schon bekannt. Im Roman gibt es ein Vorwort, in dem Stephenie Meyer erklärt, warum sie ein Buch mit Bree als Hauptprotagonistin geschrieben hat. Trotz all dieser schönen Worte fällt es einem schwer mit Bree warm zu werden. Am Anfang plätschert das Buch einfach nur vor sich hin und die Ereignisse ziehen an dem Leser vorbei, ohne dass irgendwas Spannendes oder Mitreißendes passiert. Zwar ist es mal ganz interessant zu lesen, welche Gefühle ein neugeborener Vampir hat und wie so ein "normales" Vampirleben aussehen könnte, aber trotzdem fehlt irgendwie die gewisse Würze an der Geschichte. Auch die aufkeimende Liebe zwischen Diego und Bree kann dies nicht verhindern. Ein kleiner Lichtblick ist aber der Vergleich zwischen dem herkömmlichen Vampirmythos (Verbrennen, wenn das Sonnenlicht einen trifft) und dem Discokugel-Effekt der Meyerischen Vampire. Den Neugeborenen wird nämlich nicht alles gesagt und so glauben sie daran, dass sie bei Sonnenlicht verbrennen. Der Titel des Buches stellt somit eine Metapher dar, denn als Bree bemerkt, dass Sonnenlicht sie nicht verbrennen kann, fängt sie an an der Geschichte zu zweifeln, die ihnen ihr Anführer Riley auftischt.
Das einzig wirklich Interessante an diesem Roman ist die Rolle der Volturi. Hier sieht man, dass sie nicht erst in das Geschehen eingreifen, als sie nach dem Kampf auf der Lichtung erscheinen, sondern schon vorher ihre Intrigen gestrickt haben. Spannend wird das Buch auch ein wenig, als die Cullens auftauen. Hier hat der Roman einfach einen Wiedererkennungseffekt und es ist schön, Charaktere zu treffen, die man mittlerweile liebgewonnen hat und über vier Bände begleitet hat. Man muss auch einfach sagen, dass dieser Roman zu kurz ist, um Bree liebzugewinnen. Vielleicht hätte eine Vorgeschichte über Brees menschliches Leben dazu geführt, dass man mehr mit ihr leidet, aber diese wird nur einmal kurz angedeutet. So bleibt das Buch ziemlich oberflächlich und auch die Tatsache, dass die Geschichte aus Brees Sicht geschildert ist, bringt keine wirkliche Tiefe hinein.
Was außerdem beim Lesen stört, ist, dass der Roman ohne irgendeine Kapitelübersicht oder gar einem Absatz geschrieben wurden. Man kann sich eigentlich nur hinsetzen und ihn in einem Stück lesen. Lesefreundlich ist das nicht gerade und auch wenn diese Technik einer bestimmten Sache dienen sollte (wahrscheinlich sollte so dargestellt werden, dass Vampire nicht schlafen und sich alles in einem Rutsch ereignet).

Fazit

Diese Geschichte aus dem Bis(s)-Universum kommt einfach nicht an die anderen Romane heran. Man geht mit einer Erwartung an die Geschichte, welche dieser Roman einfach nicht gerecht wird. Und bis auf ein paar wenige Stellen ist dieser Roman einfach nur langweilig!

1,5 von 5 Punkten

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