Mittwoch, 28. November 2012

Rezension: Adieu, Herr Muffin (Ulf Nillson/ Anna-Clara Tidholm)

Beltz
Broschiert, 48 Seiten
ISBN: 978-3-407-76047-0
5,95 €

Ein kurzer Einblick
 
An einem Mittwochmorgen kann Herr Muffin nicht mehr aufstehen. Es tut so weh im Bauch und in den Beinen. Eine Tierärztin kommt und drückt und klopft auf seinen Bauch, dass er schreien muss. Danach schüttelt die Tierärztin den Kopf.

Bewertung

„Adieu, Herr Muffin“ wurde als bestes Bilderbuch des Jahres in Schweden ausgezeichnet, und das zu Recht. Das Buch erzählt liebevoll die Geschichte des alten und kranken Meerschweinchens Herr Muffin. Es handelt von seiner Familie und von dem Mädchen, das Herrn Muffin so lieb hat. Dabei benutzt das Buch Bild-, wie auch Textelemente. Die Bilder sind farbig gehalten und konzentrieren sich auf das Meerschweinchen. Die Menschen bleiben im Hintergrund und nur auf ein paar Bildern werden sie dargestellt. Herr Muffin dagegen wird vermenschlicht, so dass er in einem Sessel sitzt, in einem Bettchen liegt und an der Wand seines Hauses Bilder von seiner Familie hängen hat. Rührende Punkte in diesem Buch sind die Briefe des Mädchens an Herrn Muffin. Hier fragt sich das Kind, wie es ist zu sterben und was danach kommt. Fragen, die man nicht beantworten kann, aber die sich wohl jeder Mensch, und auch jedes Kind, mal gestellt hat. Das Buch führt einen vorsichtig und liebevoll an dieses schwierige Thema heran und stellt es kindgerecht dar. Sterben, Tod und Trauer sind Themen, welche in vielen Familien „totgeschwiegen“ werden. 

Fazit

Dieses Buch kann dabei helfen diese schwierigen Themen in der Familie aufzuarbeiten. Der Verlag empfiehlt es für Kinder ab fünf Jahren. Ein Buch, welches mit dem Titel „pädagogisch wertvoll“ ausgezeichnet werden kann.

5 von 5 Punkten

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